| Ausgabe 4/12 - Dezember |
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Liebe Leserin, lieber Leser, schon wieder gibt es aktuell Unruhen in Ländern der „Arabellion“, des arabischen Frühlings. Wir erinnern uns: Ein wesentlicher Auslöser waren die Unzufriedenheit und Perspektivlosigkeit der Jugend, die zwar einerseits gute bis ausgezeichnete Bildung hat, aber keine Arbeitsplätze fand, oft nicht einmal unterqualifizierte. Das wurde den herrschenden Eliten und ihren verkrusteten Strukturen zugeschrieben, denen die eigene Besitzstandsmehrung wichtiger als die Zukunft ihrer jungen Bürger war. Dies zu verändern, einer besseren Zukunft Bahn zu brechen war das Ziel. Nun aber ist Desillusion eingeteten: Keine Perspektiven für mehr Arbeitsplätze in Sicht, Kader und Politprofis der früheren Strukturen gelangen wieder an die Macht oder neue Kräfte streben neue undemokratische Verhältnisse an, wie es sie zuvor im Prinzip auch schon gab. Bereits im letzten Heft hatten wir über den African Economic Outlook 2012 berichtet, „Wachstum ohne Jobs“, der sich mit der Jugendarbeitslosigkeit in Afrika als zentralem Problem befasst. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung beleuchten wir die Thematik diesmal als Schwerpunkt noch ausführlicher. Denn die Frage der existentiellen Perspektive stellt sich in vielen Ländern Afrikas, hat Einfluss auf Stabilität und Wachstum und ist nicht zuletzt auch ein Hintergrund für die anhaltende Migrationswelle nach Europa. Dass die Demokratisierung in Afrika weiter fortschreitet, zeigen die Wahlen von Präsidenten und Parlamenten, die inzwischen bei genauem Hinsehen in einer erstaunlichen Zahl stattfinden. Auch wenn die Standards des öfteren noch zu wünschen übrig lassen, sorgt internationale Beobachtung immer wieder für akzeptable Abläufe. Sierra Leone hat gerade gewählt, Ghana folgt – lesen Sie die Berichte. In Südafrika geht es zunächst noch um die Positionierung für die nächste Präsidentenwahl. Stabilität ist inzwischen auch in Uganda eingekehrt, lange Jahre durch schlimme Diktatoren und die Rebellen der LRA terrorisiert. Wir fokussieren das Land in mehreren Beiträgen. Scheint die Situation im Osten Kongos nahezu hoffnungslos zu sein und die Klischeebilder Afrikas wieder neu zu bestätigen, so sind an anderen Stellen immer wieder erstaunliche wirtschaftliche Entwicklungen festzustellen. Afrikanische Millionäre, Banking im Supermarkt, Brasiliens Engagement, die Anpassungsfähigkeit von Mauritius – dies und mehr beleuchten wir im Wirtschaftsteil. Im Kulturteil tanzen die Puppen und finden Sie wieder Filme, Bücher und Musik. Als Beilage berichten wir über die Verleihung des Deutschen Afrika-Preises 2012 an Pieter Dirk Uys und Marlene le Roux aus Südafrika. Und ganz zum Schluss wünschen Redaktion und Verlag Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr! Ihr Klaus A. Heß Inhalt 4/12 MEINUNG Clevere Persiflage „Radi-Aid – Africa for Norway“ Für ein bisschen mehr Wärme Kommentar Mali-Mission der Bundeswehr: „Terrorismus nicht dulden!“ ZUKUNFT GESUCHT Uganda Sozialunternehmer Charles Batte Zukunft gefunden! Wachstum ohne Jobs Ausgebremst Südafrika Lohnsubventionsprogramm Ein Mittel gegen den Dämon Südafrika Lösungsansätze Brückenschlag zwischen Ausbildung und Job Burkina Faso Akademiker ohne Job Baracks Hund auf dem Parcours des Kombattanten Nordafrika Warten auf die Revolutionsdividende Der ersehnte Anruf, der nur selten kommt Beispiele Initiativen gegen Jugendarbeitslosigkeit POLITIK UND AKTUELLES Kurzmeldungen Ereignisreiches Afrika Südafrika Von Marikana nach Mangaung Ghana Vor den Präsidentschaftswahlen „Das bessere Ghana“ Sierra Leone Präsidentschaftswahlen Klarer Sieg statt Platzverweis Kürzung des Entwicklungsetats Entwicklungsziele werden zur „Lebenslüge“ WIRTSCHAFT UND ENTWICKLUNG Kurzmeldungen Handelndes Afrika BRICS Brasilien in Afrika Der Jaguar im Schafspletz? Die Profiteure des Wirtschaftswachstums Verborgener Reichtum – Unternehmer „Made in Africa“ Mauritius Ein Inselstaat surft auf der Welle der Globalisierung Südafrika Finanzservice im Supermarkt Zur Kasse bitte! 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